Das herrschende Geschlecht

Das herrschende Geschelecht.jpg

"Schießt scharf!" - Abendzeitung

Die Esther-Villar der Business Welt" -  Süddeutsche Zeitung


Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Wirtshaftsliteratur entdeckt neuerdings den bösen Manager. Wie er erfolgshungrig nach Macht und Beifall giert und vor überbordendem Selbstbewusstsein strotzt. Dann läuft das Ego aus dem Ruder. Selbstverliebtheit und Hybris übernehmen das Kommando. Aus Bossen werden Barbaren, sagt Barbara Bierach. Sie werden zu einer Gefahr für ihre Mitarbeiter und kreisen nur mehr um sich selbst, ohne anderen zuzuhören. Jede Selbstkritik ist futsch! Die Kosten dieser Egoinflation sind gigantisch. Zurück bleiben ausgebrannte Mitarbeiter und Firmen.

Manager sind mittlerweile die herrschende Klasse, viel wichtiger als Politiker. Für sie gibt es aber keine funktionierenden Kontrollmechanismen. "Gerade bei uns in Deutschland werden Sie kaum jemanden finden, der rechtzeitig Stopp! ruft, wenn ein Boss die Bodenhaftung verliert." Recht hat sie, wenn man genauer hinblickt. Vorstände und Aufsichtsräte stützen sich gegenseitig, wenn es eng wird. Ganz nach dem Motto: Eine Krähe hackt der anderen nicht die Augen aus. Wer aber will diesen Filz kontrollieren? Bierach legt den Finger zweifellos in die richtige Wunde.

Aber ihre Herleitung scheint ein wenig abenteuerlich zu sein: Die Probleme liegen laut Bierach in den Unternehmensstrukturen und Idealen der Arbeitsorganisation aus den 1950er-Jahren. Sie nennt es die Teamlüge. Überall in den Zeitungen liest man vom Loblied auf das Team. Doch das sei falsch. Es finde vielmehr ein Kampf zwischen Individuen statt. "Wir heuern Individuen an, wir fördern Individuen, wir feuern Individuen. Wir steuern Leistung über individuelle Gehälter. Alles andere ist Rhetorik." Wer so redet, hat noch nicht viele Unternehmen von innen gesehen. Kein Auto könnte ohne Teams vom Band laufen. Schade um die wirtschaftsfeindlichen Untertöne. --Peter Felixberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung
Viele unserer Manager sind von krankhafter Eitelkeit getrieben. Diese emotionalen Wracks auf Chefsesseln schaden der Wirtschaft in bisher nicht gekanntem Ausmaß. Die Folgen sind verheerend: Bankenkrisen und Börsencrashs, Arbeitslosigkeit und demotivierte Mitarbeiter.
Barbara Bierach geht dem egomanen Verhalten unserer Bosse auf den Grund - pointiert, provokant und aufrüttelnd.

Amazon Book review

 



Gefallene Management-Stars PDF Print E-mail
Written by Bierach   
Friday, 07 May 2004 00:00

Gefallene Management-Stars

von Norbert Häring im "Handelsblatt"

Die Wirtschaftsliteratur entdeckt wieder die Schwächen und Fehler von Unternehmensführern.

Die geplatzte Börsenblase hat den Mythos einer ganzen Generation von Managern zerstört. Sie sind wieder frei zum Abschuss wie zuletzt vor neun Jahren, als die berühmten "Nieten in Nadelstreifen" erschienen.

Zwei Bücher, wie sie ähnlicher und gleichzeitig unterschiedlicher kaum sein könnten, nehmen den so lange fallen gelassenen Faden wieder auf. Der Titel des einen "Das herrschende Geschlecht - Warum Bosse zu Barbaren werden" könnte leicht die Übersetzung des anderen sein: "Testosterone Inc. - Tales of CEOs gone wild". Eitelkeit, Geltungsdrang und Machtstreben sind beherrschende Themen beider Werke. Sie sind geprägt von Fallstudien, in denen sich die Wirtschaftsjournalisten Barbara Bierach, Deutschland, und Christopher Byron, USA, gleichermaßen respektlos mit den einst zu Medienstars avancierten Managern, ihrer Motivation und ihren Eskapaden auseinander setzen.

 

>> mehr

Last Updated on Wednesday, 16 September 2009 06:13
 


©

Copyright © 2017 Barbara Bierach. All Rights Reserved.
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.